Ausstellung »SOS-Meerbotschaften«

Meerbotschaften Einladung

in der Galerie 23 in Wilhelmsburg
vom 7.2.2016 bis 22.2.2016

Der wohl bekannteste Morsecode aus dem Morsealphabet ist   ... --- ...  (SOS).  
Das Morsealphabet setzt sich aus Punkten und Strichen zusammen, die bei entsprechender Konstellation entweder einen Buchstaben oder eine Ziffer bilden.
Die Hamburger Künstlerin Elga Voss hat sich mit den Morsezeichen auseinandergesetzt und sie malerisch in eine eigene Bildsprache überführt. So sind über 200 kleine Unikate entstanden, die jeweils einen Punkt oder einen Strich darstellen. Daraus sind Wortbilder zusammengefügt, die die Betrachter entschlüsseln können. Inhaltlich sind die Begriffe einem bestimmten Thema zugeordnet, welches die Künstlerin jedoch nicht vorweg preisgeben möchte.
Die Betrachter werden aufgefordert, die Wortbilder zu entziffern und sich so dem Thema zu nähern. Eine Anleitung wird gegeben, Zettel und Bleistift stehen für Aufzeichnungszwecke zur Verfügung.
Neben dem Morsealphabet - dem Mittelpunkt der Ausstellung - werden auch einige Bilder aus der Serie „Seezeichen“ gezeigt - ein Thema mit dem sich Elga Voss immer wieder
beschäftigt.
Auch akustisch ist der Morsecode sehr interessant. Beim Morsen wird ein konstantes
Signal ein- und ausgeschaltet. Es besteht aus dem kurzen Signal, dem langen Signal und der Pause.
Der Hamburger Peter Voigt hat sich als Musiker mit dem Morsecode beschäftigt und so eine „akustische Ergänzung“ zu den Bildern von Elga Voss geschaffen. Sie basiert auf dem Rhythmus, der dem Morsecode zugrunde liegt – und ohne den der Code auch gar nicht verständlich wäre. Dieser klingt durch die verschiedene Signallänge der Buchstaben und den notwendigen Pausen dazu für unsere Ohren ungerade, holprig und arhythmisch. Durch Kombination mit ‚geraden’ Rhythmen entstehen gleichermaßen Reibungen, Brüche, aber auch Überlagerungen und Parallelen.